„Eine Beteiligung meinerseits fand nicht statt“

Das Novemberpogrom 1938 in Perleberg

Am 7. November 1938 schoss der siebzehnjährige polnische Jude Herschel Grynszpanin in Paris auf den der NSDAP angehörenden Legationssekretär Ernst Eduard vom Rath. Rath starb zwei Tage später. Das war der Anlass für zahlreiche Pogrome in ganz Deutschland. Ihren Höhepunkt erreichten die Ausschreitungen am 9. und 10. November. Auch in Perleberg wurden jüdische Mitbürger misshandelt und ihre Wohnungen und zerstört.

Bis sich 1992 vier Schülerinnen auch mit der Geschichte der Juden in Perleberg beschäftigten, waren die Ereignisse im öffentlichen Bewusstsein weitgehend in den Hintergrund getreten. Es gab nur noch wenige Zeitzeugen und andere Quellen standen nicht zur Verfügung. 2008 nahm eine andere Schülergruppe die Erkenntnisse von 1992 auf und beschrieb die Schicksale von vier jüdischen Familien, die 1938 in Perleberg lebten.

Jetzt wurden weitere Quellen ausgewertet und sehr viel genauer kann die Frage beantwortet werden: Was geschah im November 1938 mit den Perleberger Juden?

Samstag 9. Juni 18.00 Uhr (im Anschluss an das Pogromgedenken)
Judenhof | Parchimer Straße 6A | 19348 Perleberg

Vortrag Peter Radziwill
Theologe und Pfarrer im Ruhestand, engagiert im Förderverein Judenhof und im Trägerverein Pfarrhausmuseum Blüthen