
Mascha Kaléko (1907 – 1975) war Jüdin, Berlinerin, Dichterin. 1907 in Österreich-Ungarn geboren, kam sie zu Beginn des Ersten Weltkrieges mit ihrer Familie nach Deutschland. Ihren ersten großen literarischen Erfolg feierte sie mit dem „Lyrischen Stenogrammheft“ im literarischen Berlin der 1930er Jahre, bis die Nationalsozialisten ihr ein Schreibverbot auferlegten. Mascha Kaléko wanderte kurz vor der Reichspogromnacht 1938 in die USA aus und lebte später mit ihrem Mann in Israel. Typisch für Mascha Kalékos Werk ist ihre Großstadtlyrik, die von einem zugleich ironischen, zärtlichen und melancholischen Ton geprägt ist. Besonders ihre Exilwerke thematisieren die Flucht vor dem nationalsozialistischen Regime und spiegeln die emotionalen Erfahrungen politischer Vertreibung wider, die aus der antisemitischen Ideologie der Nationalsozialisten resultierten.
Die Veranstaltung gibt anhand ausgewählter Texte einen Einblick in Leben und Werk Mascha Kalékos.
Lesung
Dr. Caroline Hähnel
Mittwoch 22. April 19.00 Uhr
Judenhof
Parchimer Straße 6a | 19348 Perleberg