
Gedenkstein für das Lager Glöwen (Außenstelle des Konzentrationslagers Sachsenhausen) zwischen Glöwen und Nitzow | Bild © Global Fish
„61369. Nur das musste ich von nun an noch wissen: 61369. Jetzt bist du ein Niemand, ging es mir durch den Kopf. Du hast keinen Vornamen, keinen Nachnamen, du bist 61369.“
Anastasia Guley, 100-jährige Überlebende von Zwangsarbeit und dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
Zwangsarbeit war ein zentrales Fundament des NS-Herrschaftssystems. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden rund 13 bis 14 Millionen Menschen zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich eingesetzt. Zählt man weitere Gruppen wie KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter in besetzten Gebieten hinzu, gehen Historiker teils von bis zu 20 Millionen Betroffenen aus.
Auch in Havelberg mussten während des Zweiten Weltkriegs tausende Menschen aus ganz Europa arbeiten – Zivilisten, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge. Entrechtung, Gewalt und Ausbeutung bestimmten ihren Alltag. Ihre Geschichte steht stellvertretend für das millionenfache Unrecht der NS-Zwangsarbeit im Deutschen Reich.
Programm
Begrüßung Mathias Bölt | Bürgermeister der Hansestadt Havelberg
Ansprache Teja Begrich | Pfarrer am Dom zu Havelberg
Vortrag Roland Borchers | Stellvertretender Leiter des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin: „NS-Zwangsarbeit in Havelberg und im Deutschen Reich. Zivilisten, Kriegsgefangene und KZ- Häftlinge“
Musikalische Begleitung durch das Heeresmusikkorps Neubrandenburg
Dienstag 27. Januar 18.00 Uhr
Rathaus | Markt 1 | 39539 Havelberg
eine Veranstaltung der Hansestadt Havelberg, des Standortältestenr der Elb-Havel-Kaserne und des Pfarramts der Evangelischen Domgemeinde Havelberg-Nitzow