Der Judenhass

Antijudaismus in Geschichte und Gegenwart

Das Bild „People’s Justice“ – hier ein Ausschnitt – der Künstlergruppe Taring Padi wurde zunächst auf der Dokumenta 15 (2022) gezeigt, später verhüllt und schließlich entfernt.

Das Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 in Israel hat die Situation im Nahen Osten verschärft und den Judenhass weltweit befeuert. Diese Eskalation trifft in Deutschland auf erstarkende rechte und rechtsextremistische Einstellungen, die in ihren Argumentationen und Verschwörungsideologien antisemitische Stereotype teils verdeckt, teils offen verwenden. So taucht beispielsweise die jüdische Weltverschwörung auf, die besonders auf den amerikanisch-ungarischen Multimilliardär George Soros zielt, dessen Stiftung weltweit demokratische Ansätze fördert.

Gleichzeitig verbinden sich rassistische Argumentationen mit antisemitischen Mustern. Der gesellschaftliche Diskurs ist jedoch auf diesen massiven Angriff auf Juden und Jüdinnen in Deutschland nicht genügend vorbereitet.

Mit der Veranstaltung soll diesen Fragen nachgegangen werden. Wie ist die derzeitige Situation zu bewerten? Woher kommen die historischen Vorurteile? Der Historiker Sebastian Voigt wird an diesem Abend in das Thema einführen und vertiefende Fragen behandeln.

Mittwoch 17. Juli 19.00 Uhr
Judenhof | Parchimer Straße 6A | 19348 Perleberg

Vortrag und Gespräch Sebastian Voigt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München

eine Veranstaltung in Kooperation mit der Phronesis Diskurswerkstatt